Am letzten Juli-Wochenende 2016 fand erstmalig in Niedersachsen die Ausbildung zum Kursleiter für Seniorinnen und Senioren „Fit und Sicher“ in Winsen an der Luhe statt.

Vorbildlich hatte der ausrichtende TSV Winsen unter Leitung von Gerhard Wilken als Seniorenbeauftragter des NJJV und Dietmar Janowski in seiner Funktion als Bezirks-Senioren-Beauftragter Lüneburg im NJJV die Veranstaltung geplant.

 Im vereinseigenen Trainingsraum (Praxisteil) und im Schulungsraum (Theorieteil) wurde 23 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen 19 und 66 Jahren aus ganz Norddeutschland  die neue Lizenzausbildung des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes  vermittelt. Weitgereiste Interessierte kamen zum Beispiel aus Wuppertal in Nordrheinwestfalen und aus Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein.

Neben Gerhard Wilken waren zwei hochkompetente Ausbilderinnen im Einsatz: Nicole „Nina“ Beissner als DJJV-Beauftrage für Senioren und Tanja Grünberg als Lehrreferentin im Kreissportbund Harburg-Land. Für den Bezirk Weser-Ems im NJJV war der Seniorenbeauftragte Frank Hörschgen ebenso aktiv dabei, wie auch Siegfried Krampitz als NJJV-Seniorenbeauftragter.

Die homogene und hochmotivierte Teilnehmergruppe nutzte das intensive Wochenende, um weit mehr als die vorgeschriebenen 15 Ausbildungsstunden mit den Referentinnen und Referenten zu verbringen. Auch neben der Ausbildung fanden bei gemütlichen Abenden in der ortsansässigen Gastronomie stundenlange Erfahrungsaustausche statt.

 

Die Ausbildung selbst gliederte sich in Theorie und Praxis: Gewaltprävention für Senioren – Gruppenarbeiten zu den Themen „Enkeltrick“, „Schockanrufe“, „Lederjackentrick“, „Elektrotrick“ oder „Geldwechseltrick“. Dabei wurden die Ergebnisse in Form von Beschreibung der Betrugshandlung und der Darstellung von Maßnahmen zur Abwehr ausgetauscht.

Zur Vorbereitung auf die Praxis wurden Konzepte zum Einstiegstraining, Erweiterungstraining, zur Bewegungssicherheit und zum funktionellen Training vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt in der Praxis lag in der Sturzprophylaxe.

Hier wurden konkrete Übungen für stabiles Stehen, sicheres Gehen und Multitasking-Bewegungen vermittelt und geübt. Hieraus erhielten alle Anwesenden gleich konkrete Aufgaben, die in einer praktischen Lehrprobe und in einer schriftlichen Ausarbeitung umzusetzen waren. Die Lehrproben waren gleichzeitig auch ein hervorragendes Forum zum Austausch von Trainingsmethoden und Ideen.

Besonders die Referentin Tanja Grünberg vermittelte Bewegungsformen zur Raumorientierung, Merkfähigkeit und Reaktion. Die Referentin Nina Beissner vertiefte das Thema Sturzprophylaxe noch mit einer Vielzahl von Übungen mit und ohne Hilfsmittel (z.B. Weichbodenmatte, Airex-Pad, Bälle in unterschiedlichen Größen und Härten).
Gerade auch die jüngeren Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die Beweglichkeit von Menschen im „besten Alter“.

Im abschließenden Feedback war schnell klar: Dies war ein TOP-Ausbildungswochenende! Großer Applaus und Dank an das Organisations- und Lehrteam!